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Abstract 


 

 

Einfluss fluchtspezifischer Faktoren auf Panelattrition bei verschiedenen Befragungsmodi

Florian Heinritz
Universität Hamburg / Leibniz-Institut für Bildungsverläufe, Bamberg

 

Um der gesellschaftspolitischen Relevanz der Thematik rund um den Anstieg der Geflüchteten in der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts gerecht zu werden, wurde unter anderem die Panelstudie ReGES (Refugees in the German Educational System) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Dort wurden über einen Zeitraum von drei Jahren anhand von sieben Befragungswellen wichtige Informationen zu den Bildungsverläufen junger Geflüchteter erhoben (Will et al., 2018).

Durch viele Besonderheiten bei der Befragung von Geflüchteten, wie beispielsweise der teilweise besonderen Wohnsituation in Gemeinschaftsunterkünften, der zu erwartenden geringen Literalität und des variierenden Aufenthaltsstatus der Befragten gibt es bei einer Panelbefragung von Geflüchteten eine Reihe von Herausforderungen. Durch den Einsatz unterschiedlicher Befragungsmodi bei der ReGES-Studie (CASI-/CAPI-Mix, CATI, CAWI und Webinterviews, die über eine Tracking-App gestartet werden konnten), lässt sich analysieren, bei welchem Befragungsmodus welche flüchtlingsspezifischen Faktoren besonders relevant für die Teilnahme und damit einhergehend für Panelattrition sind.

Erste Analysen (Heinritz & Will, 2021) zeigen hinsichtlich der genannten besonderen Charakteristika von Geflüchteten teilweise je nach Befragungsmodus Unterschiede (z.B. Literalität bei Online- Befragungen, Wohnsituation bei CAPI und CATI-Befragungen). Zusätzlich dazu soll in diesem Zusammenhang geprüft werden, ob und wie sich diese Unterschiede auf die Datenqualität und somit auch letztendlich auf mögliche Verzerrungen von Ergebnissen auswirken.